Darüber hinaus profitiert Nordrhein-Westfalen davon, dass drei Top-Cluster unterschiedlicher technologischer Bereiche an der Entwicklung der Industrie 4.0 arbeiten: das EffizienzCluster LogistikRuhr im Großraum Ruhr, das Exzellenzcluster Integrative Produktion in Aachen sowie der Exzellenzcluster Intelligent Technical Systems – owl in Ostwestfalen Lippe. Darüber hinaus ist die “Smart Factory” auf Basis bestehender Konzepte und Technologien nicht mehr nur ein Zukunftskonzept, wie sie bereits auf dem Campus der OWL-Universität in Lemgo, SmartFactoryOWL, etabliert ist. In der SmartFactoryOWL entwickelten die Forscher die menschzentrierte Automatisierung, die sich auf den Einzelnen konzentriert und an Lösungen arbeitet, die die zunehmende Komplexität der Systeme überschaubar machen; Durch intelligente Assistenzsysteme in der Automatisierung ist diese Komplexität überschaubar. Technisch basiert Industrie 4.0 auf Cyber-physikalischen Systemen und dem Internet der Dinge, was die Trennung von virtueller und realer Welt weitgehend eliminiert. Schließlich wurde die Förderinitiative “Forschungscampus” – öffentlich-private Innovationspartnerschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, ein neues Förderinstrument im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung, mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands als starker Standort für Forschung, Entwicklung und Innovation zu stärken. Insgesamt wurden 2012 zehn Konzepte für zukünftige öffentlich-private Partnerschaften von einer hochrangigen Jury ausgewählt. Zwei der zehn ausgewählten “Forschungscampus” befinden sich in NRW. Eine davon heißt Digital Photonic Production auf dem Campus der RWTH Technische Universität Aachen, die an der Weiterentwicklung der Industrie 4.0 arbeitet. Die Forschungsstrategie konzentriert sich auf den Einsatz von Lasern im Bereich der Produktion und Komponentenfertigung.

Damit ist ihre Anwendung in den Zukunftsbereichen Mobilität, Energie, Gesundheit sowie Informations- und Kommunikationstechnologie vorgesehen. Das zweite ist Flexible Elektrische Netze, der FEN Research Campus befindet sich am RWTH Aachen Campus. DER FEN Research Campus erforscht und entwickelt innovative Netztechnologien für einen hohen Anteil schwankender und dezentraler erneuerbarer Energiequellen in der Zukunft. Nordrhein-Westfalen zu einem stärkeren und kompetenteren Standort für Wissenschaft, Forschung und Innovation zu machen, ist eine der wichtigsten politischen Prioritäten der Regierung. Mit dem Hauptziel, das umsetzungsorientierte Forschungs- und Innovationspotenzial zu steigern und die Innovationsfähigkeit von Unternehmen zu verbessern. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Innovationspolitik der NRW darauf abzielt, das Innovationsprofil der Region zu schärfen und Spitzenleistungen zu fördern und gleichzeitig Kapazitäten auf breiterer Ebene aufzubauen. Dies gilt sowohl für den Bereich der Forschung als auch für die Innovation. Im Hinblick auf letztere werden mehrere Unterstützungsmaßnahmen und -maßnahmen eingeführt, die sowohl vom EFRE kofinanziert als auch unabhängig finanziert werden. Im Bereich der KMU-Förderung verzichtet die Region bewusst auf die Inbetracht der Strukturfonds. Ende 2013 hatte das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung zusammen mit anderen an der EFRE-Finanzierung beteiligten Stellen einen ersten Entwurf der Innovationsstrategie Nordrhein-Westfalens im Rahmen der EU-Strukturfonds 2014-2020 erarbeitet.

Anfang 2014 erhielten mehrere Interessenträger Gelegenheit, zu diesem Entwurf Stellung zu nehmen. Insgesamt gingen mehr als 150 Vorschläge ein. Anfang Dezember 2014 wurde das endgültige Dokument durch einen Kabinettsbeschluss gebilligt. Insgesamt kann die neue Innovationsstrategie als ein Amalgam aus drei Hauptkomponenten verstanden werden: der bereits entwickelten und veröffentlichten forschungsorientierten Strategie “Fortschritt NRW”, einer Technologietransferstrategie und einer Lead-Market-Strategie, die das Hauptelement der Neuheit ist.

 

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